Morbus Dupuytren

Morbus Dupuytren, auch Dupuytren-Kontraktur genannt, ist eine gutartige Bindegewebserkrankung der Handinnenfläche, bei der sich im Unterhaut-Gewebe Knoten und Stränge bilden, die die Finger in Richtung Handfläche ziehen und das Strecken der Finger verhindern. Es ist dies eine Erkrankung des straffen Bindegewebes unter der Haut, nicht der Sehnen. Besonders betroffen sind Klein- und Ringfinger, es können jedoch auch alle Finger der Hand betroffen sein. Die Ursachen sind unklar, genetische Faktoren spielen jedoch gehäuft eine Rolle; die Krankheit schreitet schleichend voran und erfordert oft eine operative Behandlung wenn die Funktion beeinträchtigt ist, um die Finger wieder strecken zu können.

 

Symptome und Verlauf

  • Knoten und Stränge: Zuerst tastbare Verhärtungen in der Handfläche, die sich zu narbenartigen Strängen entwickeln.
  • Beugekontraktur: Die Finger krümmen sich, lassen sich nicht mehr vollständig strecken, oft Ring- und Kleinfinger als erste Finger betroffen.
  • Fortschreitend: Die Krankheit entwickelt sich über Monate bis Jahre und kann zu erheblichen und massiven Funktionseinschränkungen der gesamten Hand führen.
  • Keine Schmerzen: Oft schmerzlos, kann aber bei Befall von Nerven und Gefäßen zu Gefühls- oder Durchblutungsstörungen, verbunden mit Schmerzen, führen.

 

Ursachen und Risikofaktoren

  • Unbekannte Ursache: Genaue Ursache unklar, erbliche Veranlagung ist jedoch vorkommend.
  • Risikogruppen: Häufiger bei Männern über 40 als bei Frauen, auch ein Zusammenhang mit Diabetes mellitus, Wachstumshormonen etc. wird diskutiert.

 

Möglichkeiten der Morbus Dupuytren Behandlung:

  • Verlaufskontrolle: Bei frühen Stadien ohne Streckdefizit und ohne Beeinträchtigung der Handfunktion (Stadium 0) nur Beobachtung.
  • Operation: Entfernung der wuchernden Stränge bei aufgetretener Bewegungseinschränkung, um die Fingerstreckung wieder zu ermöglichen. Es ist dies die kausale Behandlung der Dupuytren-Kontraktur. Unter Umständen muß dies mit einer operativen Freimachung der Fingergelenke verbunden werden, wenn die Erkrankung sehr weit fortgeschritten ist.
  • Nachbehandlung: Sehr wichtig nach der Operation; diese wird mit Physiotherapie, Ergotherapie und gelegentlich zusätzlichen Nachtlagerungsschienen durchgeführt.